mit Nagios üb erwache ich inzwischen eine ganze Menge. 3Ware-Controller funktionieren mit dem bei den Nagios Plugins mitgelieferten Plugin check_smart.pl sehr gut. Nur mit Highpoint Controller hat das Plugin so seine Probleme. Mit einer kleine Änderung am Code funktioniert aber auch das.
Einfach folgende Zeilen:
syntax("Valid --type entries include ata, scsi and 3ware,n")
unless (($type =~ /^ata$/) || ($type =~ /^scsi$/) || ($type =~ /^3ware,\d+$/));
wie folgt abändern:
syntax("Valid --type entries include ata, scsi, 3ware,n and hpt")
unless (($type =~ /^ata$/) || ($type =~ /^scsi$/) || ($type =~ /^3ware,\d+$/) ||($type =~ /^hpt,\d+\/\d+$/));
mit folgendem Aufruf wird der SMART Check für die Festplatte, welche am ersten Controller und dort am ersten Kanal hängt ausgeführt:
./check_smart.pl --type hpt,1/1 -d /dev/sda -t h
Der Artikel über Raid auf wikipedia ist ja sehr interessant. Im Artikel wird aber, meiner Meinung nach, ein Software-Raid besser dargestellt als ein Hardware-Raid. Ich persöhnliche würde z.B. nie auf ein Software-Raid oder Fake-Raid setzen, da ich selbst halt weniger gute Erfahrungen gemacht habe. Falls Software-Raids besser als Hardware-Raid-System sind, warum gibt es dann noch Hardware-Raids? Hierzu würden mich nun eure Meinungen und Erfahrungen interessieren. Wo würdet Ihr welches Raid-System einsetzen und warum?
Bei Servern stellt sich immer die Frage: Wie sichere ich meine Daten vor Datenverlust? Jedem Admin sollte die Antwort klar sein: ein Raid-Controller muß her. Wird Linux als Betriebssystem eingesetzt steht der Admin aber ganz schnell vor einem Problem. Hier müssen erst Fragen wie: Läuft der Controller problemlos unter Linux? Muß der Treiber erst kompiliert werden? Gibt es überhaupt Treiber? erst geklärt werden.
Von billigen Controllern (alles unter 100€) und von Onboard-Controllern rate ich generell ab. Hierbei handelt es sich eigentlich immer um Software-Controller. Hier übernimmt der Treiber die Verwaltung des Raid-Systems. Schmiert das Betriebssystem aus igrnedeinem Grund ab oder der Treiber wird unverhofft entladen, dann ist Ärger vorprogrammiert.
Bei richtigen (teuren) Controllern übernimmt die komplette Verwaltung der Controller. Das hat den Vorteil das die Verwaltung der Daten/Festplatten Betriebssystem-unabhängig abläuft. Ein Fehler im Betriebssystem hat also keine Auswirkungen auf die gepspeicherten Daten. Man kann nur die Daten verlieren, welche noch nicht vom Controller auf die Festplatten geschrieben wurden. Aber auch das kann man verhindern. Mit sogenannten BatteryBackupUnits (Batterien welche direkt am Controller angeschlossen werden) kann man auch bei Stromausfall einen Datenverlust vermeiden.
Das Betriebssystem sieht je nach Konfiguration auch nur den “virtuell” angelegten Raid-Verbund. Auf einzelne Festplatten kann das Betriebssystem nicht zugreifen. Bei Software-Controller ist dies anders. Hier sieht das Betriebssystem sowohl den Raid-Verbund, als auch die einzelnen Festplatten.
Gute Controller bieten auch noch dieverse Einstellungsmöglichkeiten für die Wartung bzw. für Fehlerfälle. Richtig entspannen kann sich der Admin, wenn der Controller im Fehlerfall Emails versenden kann. So hab ich schon von 2 Server mitbekommen, das eine Festplatte ausgefallen war. Im Normalfall hätte ich das sonst nie mitbekommen. Der Controller läuft im Raid5 auch mit 2 von 3 Festplatten weiter. Es ist halt nur langsamer. Server runterfahren, Festplatten tauschen und wieder hochfahren. Das ist alles was ich tun mußte. Den Rest erledigt der Controller selber.
Und welchen Controller nehmen wir nun? Ich persöhnlich bevorzuge Controller von 3ware. Diese laufen sehr gut unter Linux und unter Windows. Von Linux (zumind. von opensuse) werden sie problemlos erkannt. Einen Treiber muß man nicht extra kompilieren. Alles in allem sind leider sogar die relativ hohen Preise bei ebay für 3ware Controller gerechtfertigt. Dafür hat der Admin halt weniger Arbeit und Stress.
Irgendwann passiert es jedem. Die Festplatte streikt. Entweder es sind einfach ein paar Daten-Dateien kaputt oder Windows startet gar nicht mehr. Festplattendiagnose-Programme wie die Seatools oder Windows-Programme wie chkdsk melden immer mehr Fehler. Es kann sogar sein das die Festplatte nur noch klickende Geräusche von sich gibt und gar nicht mehr anläuft. Falls die Festplatte gar keine Geräusche mehr von sich gibt und der Motor nicht mehr anläuft ist mit großer wahrscheinlichkeit die Platine der Festplatte defekt.
Für den Fall, das man eine hundertprozentig baugleiche Festplatte hat, kann man einfach die Platine tauschen. Ansonsten kann man die Festplatte nur wegschmeissen und die Daten abschreiben oder viel Geld (geht glaube ich ab 1000€ los…) für eine Datenwiederherstellung an entsprechende Firmen zahlen.
Einen Geheimtip habe ich für den Fall, das die Festplatte anläuft aber nur klickende Geräusche von sich gibt. In 3 Fällen konnte ich mittels einer fast kompletten Dose Kältespray die Daten von der Festplatte doch noch lesen. Ich weiß nicht was das Kältespray bewirkt. Einen Versuch ist es aber auf jedenfall wert. Vor allem bei wichtigen Daten. Eine Dose Kältespray kostet zwischen 10 und 20€ und damit ein Bruchteil der Kosten eines Datenverlustes oder der Beauftragung einer Spezialfirma zur Datenwiederherstellung.
Läuft die Festplatte normal an und Windows bricht an unterschiedlichen Stellen immer wieder ab oder fährt sich fest, dann hat man mit einer Linux-Recovery-CD noch gute Chance an die Daten ran zu kommen. Windows würde beim Zugriff auf einen defekten Datenträger hängen bleiben oder man kann einfach keine Daten kopieren. Eine Linux-CD (z.B. Knoppix) hat hier den Vorteil das man direkt einzelne Dateien rauskopieren kann. Eine Datein, welche auf defekten Festplatten-Sektoren liegt kann aber auch Linux nicht kopieren. Vielleicht hilft Kältespray, aber meistens kommt jede Hilfe zu spät. Man sollte also immer an ein Backup auf eine Extra-Fesplatte denken.
Kleiner Tip zur Aufallsicherheit von Festplatten findet Ihr hier. Leider ist der Artikel kostenpflichtig aber sehr interessant (nein ich werde nicht vom Linux-Magazin gesponsert). Aufgrund des Artikels kann ich jedem nur zu einem regelmäßigem Backup raten und von Desktop-Festplatten sollte man Abstand nehmen. Gerade für PC-Freaks oder Highend-Anweder lohnen sich die Mehrausgaben. Enterprise-Festplatten haben nicht nur eine längere Haltbarkeit. Sie haben auch eine deutlich längere Garantie und aus eigener Erfahrung kann ich sagen das bei Western Digital-Festplatten der Austausch ganz problemlos verläuft.
quellen: seagate.com, linux-magazin.de, knoppix.org
Gestern wollte ich einen PC neu installieren und danach an einen Samba-PDC anmelden. Vorher mußte ich natürlich noch die Daten sichern. Dabei habe ich einen handelsüblichen Festplatten-USB-Adapter benutzt. Normalerweise funktioniert das ja so das man das Ganze einfach ansteckt, der PC erkennt die Festplatte und man kann drauf zugreifen. Diesmal sollte aber alles anders kommen. Auf der Festplatte waren zwei Betriebssystem-Partitionen und noch eine Datenpartition vorhanden. Nachdem ich die Festplatte angeschlossen hatte, erkannte Windows 2000 die Festplatte und ich dachte ich könnte drauf zugreifen. Statt des erwarteten Verzeichnis-Listings kam aber die Meldung “Festplatte unformatiert, soll sie formatiert werden?” von Windows. Da wichtige Daten auf der Festplatte vorhanden waren, war ich natürlich geschockt. Ich habe dann noch versucht die Festplatte normal hochzufahren , aber auch das funktionierte nicht mehr. Gparted erkannte auch keine einzige Partition mehr. Mit einem Hex-Editor konnte ich noch erkennen, das die Daten auf der Festplatte noch vorhanden waren. Es konnte also nur an der Partitionstabelle etwas nicht stimmen. Nach langem suchen, bin ich dann auf Testdisk gestoßen. Hiermit fand ich heraus, das die Kopfanzahl (siehe Festplatte) nicht stimmte. Mit Testdisk konnte ich das beheben und danach wieder komplett auf alle Daten zugreifen. USB-Festplatten-Adapter sollte man also nicht unbedingt mit partitionierten Festplatten benutzen, auch wenn es meistens gut gehen wird.
quellen: wikipedia.org, cgsecurity.org